PROF. PETER KRUSE über kulturelle Kraftfelder

December 13, 2017

https://www.youtube.com/watch?v=dst1kDHJqAc&t=1608s

 

Es wächst die Gefahr sich im Dschungel von Meinungen, Mythen und Machtinteressen zu verlieren.  Und das mein ich jetzt tatsächlich so, weil mir das jeden Tag so geht - ich lese rauf und runter und lese und lese und gewinne keine Klarheit und an dem Punkt lieb ich es einfach, die Menschen zu fragen. Sie glauben gar nicht, wie wesentlich der Faktor zuhören sein kann. Zuhören, was die Menschen frei erzählen. Dann haben sie eine gewaltige Chance, etwas zu Verstehen, von dem was da passiert und damit kommen wir zu der Methode die ich ihnen vorstellen muss, damit wir einwenig einordnen können, was wir da als Ergebnisse haben. 

 

  

Dieses Bild hat mich einmal sehr geflasht. Sie kennen das: Menschen planen Wege im Park und dann rennen die Leute ganz woanders hin. Wenn die (die das planten) einwenig zugehört hätten, dann hätte sie sich viel Schotter erspart. Es macht also sehr viel Sinn, dicht dran zu sein an den Menschen. Nur, es geht dabei nicht um die Frage der persönlichen Präferenzen, was gefällt mit, was gefällt mir nicht, sondern es geht um die kollektive Musterbildung, die hinter diesen persönlichen Präferenzen eine Rolle spielen. Dh. eine Frage, die wir haben, ist die Frage nach kulturellen Kraftfeldern, wo immer wir leben, Menschen synchronisieren und organisieren sich nicht nur als Individuen, sie sie orientieren sich an den Kulturmustern, die sie miteinander teilen. Un je instabiler die Situation ist, in der wir leben, desto bedeutungsvoller wird das Kulturmuster, was wir benutzen, um uns zu orientieren. Wie kann man die Dynamik kultureller Kraftfelder messen und mit einem

vetretbaren Aufwand sichtbar machen und analysieren? Und da gibt es einen Zugang, der von Frau Noelle Neumann gebraucht wurde. Und zwar ist es die menschliche Intuition. Frau Noelle Neumann, sie kennen die Schweigespirale, hat sich mal sehr gewundert, das Menschen anscheinend wissen, worüber man in einer Kultur anscheinened nicht redet, was tabuisiert ist. Und das interessante für sie war, das man das offenkundig als Individuum weiß, ohne Sozialwissenschaftler zu sein oder lange Forschung betrieben zu haben. Und dann hat sie gesagt, das kann dann nur so sein, das Menschen, und das fand ich einen irren Ausdruck, quasi ein statistisches Wahrnehmungsorgan haben.  Die Menschen sind in der Lage, Grundgesamtheiten zu schätzen und sich auf Basis dieser Schätzungen zu verhalten. Aber wie machen wir das, wir machen das ja nicht mit grosser Wissenschaft, wir machen das intuitiv.

 

 

 

 

 

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