PETER TURRINI lehnt Österreichs Regierung ab

https://derstandard.at/2000072108011/Peter-Turrini-Kurz-streckt-sich-mehr-und-mehr-in-Richtung ,Ich habe gar nicht die Absicht, mir ein warmes Plätzchen zu suchen, wenn es politisch eisig wird. Ich lehne diese Regierung aus Überzeugung ab, weil sie die Schwächeren weiter schwächt und die Stärkeren begünstigt. Ich werde diese Meinung in Hinkunft bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit kundtun. Das Regierungsprogramm ist jedoch nicht das Schlimmste, man kann ja streiten. Das Schlimmste sind die Fantasien, die gleich nach der Regierungsbildung bei FPÖ-Politikern aufgetaucht sind: Man könnte die Flüchtlinge in Kasernen sperren, ihnen das Geld wegnehmen, sie vor die Städte karren und so

#MeToo. Raus aus der Opferrolle

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=71012 Die Philosophin Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin des "Philosophie-Magazins", über die #MeToo-Debatte. (..) Wenn man keine Belästigung will, dann muss man im Grunde sagen, dann müßen wir in einer Kultur leben, in der es auch keine Verführung mehr geben darf. Und das ist etwas, und das ist der Grundfehler dieser ganzen Debatte, dass hier eigentlich eine Welt imaginiert wird, in der niemand mehr verletzt wird, in der niemand mehr belästigt wird, aber das ist eine grandios prüde und enterotisierte Welt. (..) und das man sich vorallendingen klar wird, dass diese #MeeToo Debatte und der Diskurs, wie er geführt wird, eigentlich kulturhistorisch ge

GESCHICHTEN

INANNA'S GANG IN DIE UNTERWELT (Erzählung der Summerer, ca 3Jt v Chr) In einem Moment der Umnachtung steigt die große Himmelsgöttin zu ihrer Schwester Ereshkigal in die Unterwelt hinab um auch dort ihren Machtanspruch zu demonstrieren. "Inanna, Königin des Großen Oben, stieg herab zum Großen Unten, geschmückt mit den Insignien ihrer weltlichen Macht. Ninshubur, ihre Dienerin, begleitete sie. Wenn Inanna nicht zurückkehren würde, sollte sie eine Klage anstimmen und dann zu den Göttern gehen und um Hilfe bitten: zuerst zu Enlil, dann zu Nanna, und wenn dieser nicht helfen könne, zu Enki, dem Gott der Weisheit, der um die Speise und das Wasser des Lebens weiß. Inanna ließ Ninshubur zurück, um

HANNAH ARENDT über Arbeit und Konsum

Auschnitt aus der Sendung "Zur Person" mit Günter Gaus (28.10.1964) https://www.youtube.com/watch?v=sWi5RkAtlr8 GAUSS: In einem ihrer wichtigsten Werke , Vita Activa oder Vom tätigen Leben' - nach meinem Eindruck eines ihrer wichtigsten Werke - kommen Sie zu dem Schluss, Frau Arendt, daß die Neuzeit den Gemeinsinn, also den Sinn für die Erstrangigkeit des Politischen entthront hat und bezeichnen die modernen Gesellschaftlichen Phänomene die Entwurzelung und Verlassenheit des Massenmenschen und den Triumph eines Menschentyps, der im blossen Arbeits- und Konsumvorgang sein Genügen findet. Ich habe dazu 2 Fragen: Zunächst wieweit ist eine philosophische Erkenntnis solchen Grades auf persönlich

HANNAH ARENDT Interview mit Günter Gaus

Legendär! HANNAH ARENDT über Gleichschaltung Ab ca 00:30min (..) GAUS: Sie meinen, der Schock lag 1933 darin, daß die Vorgänge vom allgemein politischen ins persönliche gewendet wurden? ARENDT: Nein, nicht einmal. Oder: das auch. Erstens wurde das allgemein Politische ein persönliches Schicksal, sofern man herausging. Zweitens wissen Sie ja, was Gleichschaltung ist, Und das hieß, daß die Freunde sich gleichschalteten! Das Problem, das persönliche Problem war doch nicht etwa was unsere Feinde taten, sondern was unsere Freunde taten. Was damals unter der Welle der Gleichschaltung,die ja zu der Zeit noch ziemlich freiwillig war, jedenfalls nicht unter dem Druck des Terrors, vorging: Vorallendin

HARTMUT ROSA über Todo Listen

http://www.deutschlandfunk.de/der-stress-der-digitalen-arbeitswelt-wir-leben-in-einem.694.de.html?dram:article_id=407370 Schulz: Haben wir da aber nicht, Herr Rosa, Entschuldigung, dass ich da einhake, aber haben wir da nicht auch, zumindest auch den gegenläufigen Trend, dass jetzt eine IG Metall sich stark macht für eine 28-Stunde-Woche, was ja nahe dran ist an einer Teilzeitstelle, dann mit besserer Bezahlung. Aber gibt es da nicht auch beide Trends? Es wird ja auch immer gesagt, die Generation, die jetzt als Berufstätige neu an den Start geht, die lege viel größeren Wert drauf, sich das auch selbst und souverän zu gestalten. Rosa: Das ist ganz interessant zu beobachten. Es gibt tatsächlic

Aktuelle Einträge

GUT ZU WISSEN.

Hier versammeln sich Ideen, Themen und Menschen, die mich interessieren und die gegebene Zeit bereichern. 

Archiv

Schlagwörter